Saisoneinstieg

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Auch in diesem Jahr habe ich den „European Winterthrowing Cup“ als Saisoneinstieg genutzt. Die Vorzeichen standen leider nicht all zu gut. Zuvor konnte ich mehrere Wochen wegen einer Entzündung im Ellbogen nicht voll trainieren. Selbst als wir unmittelbar vor dem Wettkampf ins Trainingslager aufgebrochen sind, konnte ich noch nicht mit Sicherheit sagen, ob ich am Wettkampf teilnehmen kann. Aber nachdem die Wettkampfpause jetzt doch recht lange war und mit Gran Canaria ein attraktives Ziel lockte, wollte ich es auf jeden Fall versuchen.

Viele Fragen mich jetzt, ob ich mit den erreichten 58m zufrieden war.

Zu frieden natürlich nicht. Aber unter den gegebenen umständen kann ich mit der Leistung leben.

Die erste Trainingslagerwoche habe ich mir noch auf Rasenwürfe aus kurzem Rhythmus beschränkt. In der zweiten Woche musste ich das „Risiko“ dann eingehen und aus dem Anlauf werfen. Es waren die ersten Würfe aus dem Anlauf, seit dem ich die letzte Saison abgebrochen habe. Die Trainingsweite war ok aber viel wichtiger war, der Ellbogen hat gehalten. Dem Wintersthrowing Cup stand also nichts mehr im Wege.

Leider gab es keinen Direktflug von Faro oder Lissabon nach Gran Canaria, zumindest keinen, der auch unsere Speere mitgenommen hätte. Somit sind wir mit dem Auto nach Lissabon, von dort nach Madrid geflogen und dann endlich nach Gran Canaria. Am Samstag war auch wunderschönes Wetter. Leider war mein Wettkampf erst am Sonntag. Trocken war es weiterhin aber leider windig und auch deutlich kälter. Ich hätte am Samstag nicht gedacht, dass ich vor Ort noch kalte Finger bekommen würde. (Trotz mehreren Schichten).

Gegen Wind und Wetter war ich gerüstet aber womit ich leider nicht mehr klar komme, ist sich wenig einzuwerfen. Es gab kein zweites Stadion, wo man sich hätte einwerfen können und das Kopfstück hat nur Platz für ein paar Standwürfe geboten. Nachdem wir dann mit reichlich Verspätung aus dem Callroom kamen, durften wir nur zwei Würfe machen. Leider reicht mir das nicht. Es hat erst mal noch vier Würfe gedauert, bis ich auf Betriebstemperatur war. Mit dem fünften Versuche konnte ich dann leben, den sechsten habe ich leider versemmelt und dann war der Wettkampf schon wieder vorbei. Und die Wette hatte ich damit auch verloren. 60m habe ich mir nämlich trotz allem zugetraut.

Aber wie schon erwähnt, mit der Leistung kann ich gut leben und der Ellbogen lebt auch noch.